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Kirchenmusik

Eine neue Orgel für die Krypta – Chance und Herausforderung

3-D-Grafik: Orgelbauwerkstatt Klais

DU SPRICHST DURCH DIE MUSIK ZU GOTT.
ER WIRD DIR DURCH DIE MUSIK ANTWORTEN.

Olivier Messsiaen

Eine neue Orgel: viele Fragen, viele Möglichkeiten, viele Herausforderungen, viele Entscheidungen, viele Erfahrungen...

Eine neue Orgel zu planen und zu bauen ist ein kreativer Prozess im Spannungsfeld von Geist und Raum. Der Raum der Krypta der Kreuzkirche bedeutet in mehrerlei Hinsicht eine große Herausforderung. Die Platzverhältnisse gilt es zu respektieren, die geringe Raumhöhe als positive Vorgabe zu verstehen. Dann die Akustik: die wohl schönste in einem vergleichbar intimen Raum in unserer Stadt. Sie möchte angeregt werden um zu klingen, um sich zu entfalten. Eine schöne Akustik ist das wertvollste Register in einer Orgel – heißt es. Denkbar beste Voraussetzungen also für das Gelingen des großen kleinen Werkes.

Eine Orgel ist vieles: Maschine, Klangkörper, Möbel, Kunstwerk. Sie fällt ins Auge, sie erreicht unsere Ohren, sie berührt unsere Herzen. Musik ist klingender Gottesdienst. Die Orgel wird zur Mittlerin zwischen uns und Ihm, zwischen Mensch und Gott, zwischen Gegenwart und Ewigkeit. Das ist der Boden, auf dem eine neue Orgel wachsen soll. Fruchtbar und steinig zugleich.
Jetzt kommen wir, die Menschen. Die Gemeinde, die Musiker, die Orgelbauer. Ideen erblühen, Wünsche keimen, Gegensätze prallen aufeinander. Ein kreativer Prozess eben. Die Gemeinsamkeiten wachsen, Begeisterung überträgt sich, eine Lösung kommt in Sicht. Sie ist nur eine von unendlich vielen. Alle sind denkbar, viele machbar. Was hat diese eine, was die anderen nicht haben? Sie ist gedacht worden, sie ist gefunden worden. Sie fällt ins Auge, und sie berührt jetzt schon unser Herz. Dabei ist sie noch nicht real, noch nicht mit Händen zu greifen. Aber ein Anfang ist gemacht, ein Weg eingeschlagen. Er kann uns zum Ziel führen, wenn wir ihn gehen.